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Grand ohne Vier

Gleich ein Knaller am 1. Spieltag: der Vorjahresmeister und Teilnehmer an der Bundesligaaufstiegsrunde SC Eilbek 1 empfing den Bundesliga-Absteiger HSV 1. Beide Mannschaften gehören dieses Jahr gemeinsam mit dem DVH 1 zum Favoritenkreis um die Meisterschaft.

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga musste der Hamburger SV seine 1. Mannschaft neu zusammenstellen, da einige Spieler den Verein verlassen hatten. Lediglich 4 Spieler aus der letztjährigen Bundesligamannschaft blieben übrig. Der Rest der Mannschaft stammt aus der ehemaligen 2. Mannschaft des HSV und 3 Neuzugängen. Und ausgerechnet diese 4 Spieler waren aber am 1. Spieltag berufsbedingt oder aus Krankheitsgründen nicht dabei. So musste dieses schwere und vielleicht auch schon richtungsweisende Spiel ohne die vier Trümpfe gespielt werden. Macht ja nichts, wenn man noch ein paar Asse im Ärmel hat!

Die Kapitäne Marcel und Stefan haben sich lange Gedanken um die Aufstellung gemacht und so startete der HSV mit Thomas Metschke gegen Nico Ziemann. Konnte Thomas am Anfang noch mithalten, so war er in den beiden letzten Legs gegen einen der stärksten Spieler Hamburgs dann doch chancenlos und unterlag mit 1:3.

Parallel feierte Thorben Neuke (Neuzugang aus Rostock) sein Debüt in der Hamburger Verbandsliga. Gegen einen stark beginnenden Johann konnte Thorben sich stark ins Match reinkämpfen, besiegte erst seine Nerven und dann später auch seinen Gegner verdient mit 3:1.

In den nächsten beiden Einzeln kamen dann die nächsten beiden Neuverpflichtungen aus Rostock zu ihrem ersten Auftritt. René Krause konnte man all seine Erfahrung ansehen und er kam zu einem verdienten und nie gefährdeten 3:1 Erfolg über Frank Lamprecht, während Nico Jürgens mit Lars Herrmann einen sehr stark aufspielenden Gegner erwischt hatte. Nico konnte trotz des starken Auftakts von Lars nicht nur ins Spiel zurückfinden sondern Lars auch aus seinem Spiel bringen. Als die Zeichen für Nico eigentlich auf Sieg standen, feierte Lars mit einer 171 sein Comeback und hatte mit seinem 3:2 Sieg das glücklichere Ende auf seiner Seite.

Knapp ging es dann auch im anschließenden Doppel Nico/Thorben gegen Lars und dem starken Stefan Stefanov zu. Dieses Mal allerdings mit dem besseren Ende für den HSV im Decider. Da René und Thomas gegen Nico und Johann mit 3:0 unterlegen waren, hieß es zur Pause 3:3 Unentschieden.

Und es sollte weiter spannend bleiben: Im zweiten Block startete Stefan Stefanov für den SC Eilbek gegen Jens Behrendt mit einem 86,71 Average (16, 17 und 19 Darts) und konnte das Spiel mit 3:0 für sich entscheiden, obwohl Jens mit einer 180 und Darts auf Doppel auf Augenhöhe mithalten konnte. Eine kleine Anekdote aus diesem Spiel: Stefan hatte 116 Rest, wollte Triple 19, 19 für Tops spielen, traf auch die Triple 19, verfehlte dann in die einfache 7, um dann den letzten Dart in die Triple 16 zu werfen. Anschließend kam er zum Board mit dem Kommentar: „zu viel“. Auf den Einwand des Schreibers, dass das nicht zu viel sei, entgegnete er so überzeugend, dass das doch zu viel sei, dass der Caller schließlich „no score“ sagte. Auf den Einwand eines HSV-Spielers!!!, dass es doch 4 Rest sein müssten, wurde noch einmal korrigiert und Stefan checkte mit dem nächsten Dart. Stefan entschuldigte sich für die Verwirrung, die er gestiftet hatte, bedankte sich aber für das faire Verhalten.

Parallel kam René Janßen gegen Roland Kruse zu einem verdienten und nie gefährdeten 3:0 Erfolg, sodass es mit 4:4 weiter ausgeglichen und spannend blieb.

Im 7. und 8. Einzel hatte dann jeweils der HSV die Nase mit 3:1 vorne. Stefan Heimann traf auf Kevin, der direkt von der Arbeit kalt ans Board musste und hatte dank eines souveränen Spiels keine Mühe. Marcel gestand nach dem Spiel ein, dass er schon etwas nervös war. Und so startete er auch ins Spiel. Aber er wurde mit zunehmender Spieldauer immer sicherer und konnte sich auch den Luxus erlauben etliche Darts auf „Doppel 8“ so knapp an den Draht zu setzen (leider von der falschen Seite), dass sein Gegner kurz wieder Hoffnung hegen konnte. Im Duell der Kapitäne unter sich, blieb Andy Köhler aber mit 1:3 chancenlos.

Vor den letzten beiden Doppeln lag der HSV erstmalig vorne und hatte das Remis bereits sicher. Vom Papier her sprachen die letzten beiden Doppel für einen HSV Sieg. Etwas unerwartet unterlagen Jens und Stefan aber gegen die stark aufspielende Eilbeker Frank und Kevin mit 0:3.

Die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden also vertagt… Und wieder trafen beide Kapitäne aufeinander. Andy in Begleitung von Roland gegen Marcel mit René Janßen. Nach einem starken Beginn von den HSVern ließen die plötzlich etwas nach und brachten die Eilbeker noch mal wieder ins Spiel. Als Eilbek beim Stand von 2:1 für den HSV dann im Checkbereich war und das HSV noch 192 Punkte Rest hatte, holte René zum denkbar besten Zeitpunkt ein Maximum raus und es war Marcel vorbehalten mit der „Doppel 6“ den Sieg einzutüten.

Eilbek zeigte sich als fairer Verlierer und verteilte nicht nur Glückwünsche, sondern bedankte sich für ein spannendes und sehr faires Spiel.

Auf den SC Eilbek wartet in 14 Tagen gleich der nächste Kracher. Mit dem DVH 1 wartet gleich der nächste Titelaspirant auf die Jungs aus Albis Café Kö, während der HSV am nächsten Spieltag gegen Bergedorf eher eine Pflichtaufgabe zu erfüllen hat.

Aber schon am 3. Spieltag kommt es dann zu einem Aufeinandertreffen vom HSV und dem DVH. Restkarten für dieses Spiel erhalten Sie an der Abendkasse ;)

Stefan Krohn


Auch die zweite Mannschaft des HSV konnte mit einem 7:5-Erfolg über AoD2 einen Auftaktsieg in der Verbandsliga feiern.